Thema: Qualitätsverlust bei geschrotetem Malz? |
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Ich hatte mal eine Malzmischung hier 1/2 Jahr stehen, bis ich es gebraut habe. Der Sud war unauffällig.
Die Malzmischung war in einem Kunststoffsack, insofern konnte kein (oder besser wenig) Sauerstoff an das Malz.
Die Oxidation "frißt" quasi die Stärke und drückt daher die Ausbeute.
Mein ungeschrotetes Malz lagert in Mostfässern, die Basismalze verbrauche ich etwa in einem Jahr, achte aber nicht besonders drauf.
Uwe
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Thema: Haferflocken |
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Hallo Hans!
Ich habe meine Maisflocken von Braupartner (Klaus Kling).
Sind vorverkleistert und machen einen eigenen (erwünschten) Geschmack ins Bier.
Bei meinem Malzbier setze ich meistens Maisbruch ein. Ist billiger als die Flocken aber natürlich nicht verkleistert und bedarf daher einer Vormaische incl. kochen.
Das sparst Du Dir mit den Flocken, die Du ganz einfach mitmaischst.
Uwe
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Thema: Sauermalz |
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Hallo Hans!
Sagen wir mal so: auf den helleren Malzen sind sowieso Milchsäurebakterien drauf.
Für den Start einer Milchsäuregärung wird epfohlen, ein wenig ungeschrotenes Pilsener zuzugeben (Schrotung erzeugt Hitze und kann bereits einen Teil der Bakterien lädieren).
Ich meine aber, daß Sauermalz hernach nochmal erhitzt wird, um die Milchsäurebakterien abzutöten.
In der normalen Maischezeit vermehren sich die Lactos auch nicht so sehr, bzw. die Rasttemperaturen gefallen ihnen sicher nicht.
Um den beliebten "delbrückii" zu vermehren wird eine Temperatur zwischen 40 und 50°C empfohlen, wenn ich mich recht entsinne.
Gut Sud!
Uwe
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Thema: Vorderwürzehopfung |
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Hallo Hans!
Die Bittere-Ausbeute bei VWH kannst Du mit etwa 90% gegenüber "nach Würzebruch" (~Kochbeginn +10min) ansetzen.
Ich rechne also vom gegebenen α-Gehalt des Hopfen nur 90% und gebe das in den Hopfenrechner meines Vertrauens ein.
VWH ist eine interessante Sache, trägt aber vor allem zum "Hopfengeschmack" bei, wenn Du auf die "Hopfennase" erpicht bist, ist die späte Gabe oder gar "Hopfenstopfen" der bessere Weg.
Uwe
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Thema: Bierschaum ist wie Geld, |
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...kann ich bestätigen.
Bei einer "ultra"-Vorderwürzehopfung über Nacht, hatte ich später äußerst stabilen Schaum!
Uwe
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Thema: trocken Hefe |
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Zur W-34/70 vielleicht der Tipp, etwas "trockener" zu maischen, da der Endvergärgrad dieser Hefe etwas niedrig ist.
Was ist denn schiefgegangen, Guinness?
Maisels nehmen auch viele Hobbybrauer erfolgreich, mir schmeckt das Maisels Weizen aber nicht so gut, wie das Schneider.
Uwe
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Thema: Röstgerste abzugeben |
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Hallo Wolfgang!
Ui, so dunkel habe ich mich noch nicht rangewagt! :)
Beim letzten Rösten hat es schon ganz gut gemüffelt, hatte die Rösttemperatur im Backofen etwas hoch gewählt.
Röstgerste ist was feines, insbesondere so "mittel" angeröstete, die man eigentlich nicht zu kaufen kriegt.
Macht ein brotiges, minimal rauchiges Aroma ins Bier!
Ich verwende es mit so "Cara-typischen" Mengen um 5%
Uwe
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Thema: trocken Hefe |
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Hallo ECarroll!
Ach, sorry, ich hab's oben überelesen. 
Ich finde bei Brouwland für die Brewfem Lager eine Gärtemperatur von 10-15°C, also typisch untergärig.
Sie geben weiter an: Wenige oder ohne Bildung von Schwefelkomponente. - vielleicht ist es das, was Du mit "obergärigem Geruch" meinst?
Hast Du das Bier weiterhin im Kühlschrank bei 10°C in der Gärung?
Den Temperaturangaben zur Hefe nach, ist das quasi die Unterkante der Gärtemperatur. Deshalb wohl die langsame Abnahme des Extrakts.
Ah, hallo Guinness!
Ja, ich nehme auch vorzugsweise Fermentis, gärwillig und gut.
Die WB-06 hat mir beim Weizen jetzt aber nicht gefallen, da kann ich mich aber leicht mit dem Sediment aus Schneider-Weiße versorgen.
Die Danstar Nottingham Ale soll weniger gärfreudig sein, aber sehr neutral. Die werde ich mal ausprobieren.
Enttäuschend war eine beigepackte Hefe von einem Muntons-Kit. Die hat schon lange gebraucht um anzukommen und dann auch lange am Bier rumgekaut.
...allerdings hatte ich das Kit über ein Jahr hier rumstehen, war aber noch vor MHD.
Uwe
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Thema: trocken Hefe |
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Hallo ECarroll!
Welche Hefe ist das denn?
Bei beiden ug. Trockenhefen von Fermentis wird eine Gärtemperatur 10-14°C angegeben.
Ich hatte beide schon in Gebrauch und war sehr zufrieden.
Eine angebliche Untergärige, die aber bei obergärigen Temperaturen arbeiten soll wäre mir suspekt.
Wenn Du nur obergärig arbeiten kannst, würde ich eine relativ "neutrale" Ale-Hefe verwenden, für ein "in etwa" untergäriges Resultat.
Wenn es Trockenhefen sein sollen/dürfen: die US-05 finde ich recht gut, die Danstar Nottingham Ale soll noch neutraler sein, habe ich selbst aber noch nicht verwendet.
Uwe
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Thema: Mit Glattwasser nachfüllen |
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Zum einen soll es min. 15min kochen um steril zu werden.
Und dann enthält Glattwasser auch noch Eiweiße und DMS + dessen Vorläufer, das ausgedampft werden soll.
...das DMS, nicht die Eiweiße! 
Meistens habe ich so um 1,5l Glattwasser, das meine Verdunstungsverluste bei 60min Kochzeit etwa ausgleicht. Üblich erhitze ich das Glattwasser vor Zugabe am Herd auf Kochtemperatur.
Und man kann dann ein Aufschäumen sehen, wie wenn die Würze beginnt zu kochen.
Ich nehme an, es kommt von den Eiweißen im Glattwasser.
Da Glattwasser oft um 3-4°P Dichte hat, bringt es noch etwas Extrakt in die Würze. Deutlich unter 3 sollte man Glattwasser nicht mehr verwenden.
Wenn man die Treber soweit auslaugt, werden vermehrt Fettsäuren gelöst, was man nicht im Bier haben will.
Uwe
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Thema: Maische pH |
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Hallo Joachim!
Im Narziß stehen die pH-Werte, wo die beiden Amylasen optimal arbeiten:
β-Amylase: pH 5,4-5,6
α-Amylase: pH 5,6-5,8
Mein Brauwasser bringt die Maische bei dunklen Bieren zum Versauern, die α-Amylase arbeitet dann nicht mehr gut, es wird nicht jodneutral.
Meine Beobachtung: sackt der Sud mal pH-mäßig zu weit durch, scheint die α-Amylase auch geschädigt zu werden, es wird auch durch nachträgliches Kompensieren nicht mehr jodneutral.
Ich habe das aber nur einmal bei einem dunklen Bock bei 1:3er Maische erlebt, vielleicht stimmt meine Aussage mit der Schädigung nicht.
Um dem zu Begegnen gebe ich beim Aufheizen zur 72°C-Rast etwas Kalk zur Maische (gibts billig z.B. als "Weinentsäuerungskalk", oder auch im kosmetischen Bereich).
Bei meinen Maischen sind ganz brauchbare Werte (Einkocher): 6g helle Biere, 10g dunkle Biere, 12g dunkle Böcke.
In Extremfällen habe ich mal vom Einsatz von Natron gelesen, ist nicht so brutal, wie NaOH, ist mir aber nicht sympathisch. Kalk, bzw. Ca, ist hingegen ja irgendwie überall drin! 
Uwe
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Thema: Ayinger Jahrhundertbier |
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Hallo Frank!
Hi hi! Hab' ichs wieder zu kompliziert ausgedrückt? 
Ich meine damit, daß man erst ein Bier "normaler" Stammwürze, vielleicht so 12°P +/-, damit durchgärt.
Dann hast Du ausreichend Hefe im Faß, um auch einen guten Bock anzugehen.
Ist nicht zwingend, macht die Sache aber leichter.
Die California braucht eine gute Diacetylrast am Ende der Nachgärung, meine ich.
Hmm, außerdem flockt sie gut aus. Vielleicht solltest Du das Jungbier mal vorsichtig aufrühren, um die Hefe wieder in Schwebe zu bringen.
Das kann die Gärung nochmal anregen.
Bei 20-22°C ist die schon hart an der Grenze. Je näher Du sie an ihrer Untergrenze von 14°C betreibst um so "untergäriger" das Ergebnis.
...da könntest Du aber auch schon eine 1007 einsetzen, ist bei der 13°C fast "untergärig" im Geschmack.
Lustig: einer der Gründe, warum ich hobbybraue, ist die "untergärige Bierwüste", die ich im Getränkeladen so sehe, mal von Weizen abgesehen.
Ich gäre gerne obergärig, auch weils eben hier kaum zu kaufen gibt. Außerdem zicken obergärige Hefen nicht so rum und "schwefeln" weniger.
Uwe
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Thema: Ayinger Jahrhundertbier |
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Hallo Frank!
Ich hab's mir damals in einer Gaststätte beim Wanderurlaub in Leger einschenken lassen, weil mir der Name von Klaus Klings Buch (da stammt auch og. Rezept her) bekannt vorkam.
Allerdings habe ich nur noch wenig Erinnerung an das Bier, ich war halt enttäuscht.
Hey, ein 17,5er Bock, da wirst Du Dich noch gedulden müssen. Bei starken Böcken habe ich es als günstig gefunden, die Hefe erst bei einem Sud normaler Stärke vorzuvermehren.
Gutes Gelingen dennoch!
Uwe
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Thema: Ayinger Jahrhundertbier |
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Das Original hat mich nicht vom Hocker gerissen.
Vielleicht ist dieses Rezept authentisch, weiß ich nicht.
Die Frage nach dem Leben, dem Universum und allem hat zwar eine Antwort, ist aber "unlösbar".
Es sei denn man kann vielleicht wie Deep Thought 7,5Mio Jahre drüber nachdenken,
um dann herauszufinden, daß die Frage nicht richtig gestellt war...
Uwe
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Thema: Haferflocken |
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Ja, die billigen tuns schon.
Schmelzflocken sollen nicht so gut sein, weil die sich ja fast auflösen.
Uwe
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Thema: Siphon |
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Hallo Hans!
Dieses Kaliber habe ich leider nicht, aber diverse Flaschen/Syphons zu 2l!
Das kommt regelmäßig supergut, wenn ich Heimbräu darin mitbringe!
Und es stachelt den Ehrgeiz an, die Flasche mir nur leer zurück zu geben! 
Wenn genügend Gäste auf der Party sind, würde ich gar nicht groß in Zapfgedöns investieren. Bei meinen Syphons hat es sich als höchst praktikabel erwiesen, einfach direkt daraus in Krug/Glas einzuschenken.
Ich habe so einen Syphon-Pumpzapfer, der ist aber Quark, da es zuviel schäumt also schal wird. Einfach beherzt direkt ins Glas gießen!
Ein 2l-Syphon kann auch privat bequem über die Woche nach und nach geleert werden, ohne daß es wirklich schal wird.
Die 2l-Palla (Hellmann) ist momentan der Hit bei den Freunden. Sieht sehr urig aus und läßt sich problemlos aus dem Keg "gegendruckabfüllern", weil die Mundöffnung vergleichsweise klein ist (=Stöpsel für Partyfässer).
Bei einem echten Syphon presse ich da schon ziemlich stark auf den Stöpsel, damit es mir den nicht rausdrückt (p=F/A --> F=p*A) , da dauern auch nur 2l ganz schön lange...
Uwe
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Thema: Tettnanger Hopfen |
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Wenn es um Hopfenbewertung geht, empfiehlt es sich die Hopfenmappe zu konsultieren.
Auf og. Link im rechten Frame unter "Download (deutsche Version)".
Tettnanger ist ein schöner Hopfen, nicht so markant wie z.B. Perle.
Der Tradition sieht mir aber fast ausgewogener aus (in der Hopfenmappe der Diamantengraph bei "im Trunk").
Für Pils hätte ich jetzt aber klassisch auf Saazer (Dolden) gesetzt.
Es sei denn, es kommt nur auf die Bittere an.
Großer Fan bin ich vom "mittelfrüh", der paßt aber in ein schlankes Pils vielleicht nicht so. Aber ich mag eh' lieber ein Münchner oder ein Landbier. 
Uwe
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Thema: Gedanken zur Finanzkrise |
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Ja, und wer die Summe auf WKN 802770 gesetzt hätte, erfreute sich nun einer Restsumme um 24,-- und würde vielleicht bald enteig...äh...staatlicherseits "rausgesqueezed". (**)
Dafür hätte er keine 720Ltr Industriebier konsumiert und mithin keine ca. 36Ltr reinen Alkohol seiner Leber zugemutet.
...andererseits muß man sich die Krise schon bald "schöntrinken" ;)
Uwe
(**) wobei ich den Schritt der Regierung guthieße (so er käme)!
Aktionäre zum tagesgültigen Kurs ausbezahlen. Den Kram verstaatlicht und nach Sanierung wieder mit (hoffentlich) anständigem Gewinn verkloppen.
...der sauberste Schritt wäre aber eine Insolvenz gewesen, leider hängt zu viel dran an dem Laden...
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